Ein gepflegter Garten steht für viele Menschen für Erholung und Ordnung. Doch Unkraut zwischen Steinen und Beeten stört schnell das Bild. Um sich mühsame Handarbeit zu sparen, greifen viele zum Unkrautverbrenner. Was praktisch klingt, birgt jedoch ein oft unterschätztes Risiko: Brandgefahr.
Wenn aus Gartenarbeit ein Einsatz wird
In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Vegetationsbränden, ausgelöst durch unsachgemäßen Einsatz von Unkrautbrennern. Besonders bei trockener Witterung reicht ein Funke oder starke Hitze, um trockenes Gras, Mulch oder Laub zu entzünden. Das Feuer breitet sich oft schneller aus, als man reagieren kann – und greift nicht selten auf Gartenhäuser, Zäune oder Carports über.
Thujahecken: Grün heißt nicht sicher
Auf den ersten Blick wirken Thujahecken frisch und feucht. Tatsächlich sind sie hoch entzündlich. Der Grund: Sie enthalten viele ätherische Öle und eine große Menge brennbarer Biomasse. Schon kurze Hitzeeinwirkung kann ausreichen, um die Hecke in Brand zu setzen. Die Feuerwehr Meckenheim musste allein in diesem Jahr mehrfach wegen brennender Thujen ausrücken.
Kunststoffzäune: Schmelzen, brennen, giftig
Nicht nur Pflanzen sind gefährdet. Kunststoffzäune mit Sichtschutzelementen reagieren besonders empfindlich auf Hitze. Sie können sich entzünden, schmelzen und dabei giftige Dämpfe freisetzen. Das Risiko wird häufig unterschätzt – die Folgen können erheblich sein.
Sicher arbeiten: So vermeiden Sie Brände
Wer Unkrautbrenner nutzt, sollte diese Regeln unbedingt beachten:
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Nur bei absoluter Windstille arbeiten
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Großen Abstand zu Hecken, trockenem Bewuchs sowie Holz- und Kunststoffzäunen halten
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Arbeitsbereich vorher von Laub, Mulch und Zweigen befreien
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Löschmittel (Wasser, Gartenschlauch) griffbereit halten
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Bei Feuer oder Unsicherheit sofort die 112 wählen
Appell der Feuerwehr
Die Feuerwehr bittet eindringlich um Umsicht und Verantwortungsbewusstsein. Ein Moment der Unachtsamkeit kann große Schäden verursachen – und im schlimmsten Fall Menschen gefährden.
Merken Sie sich: Sicherheit geht vor. Auch – und gerade – im eigenen Garten.